8. live in the mountains 116x292cm (4-t
 

News and Views

Aktuelle Ausstellungen 

XIANWEI ZHU "In a Landscape"

 

3. Juli bis 28. August 2021

Galerie Schlichtenmaier

Kleiner Schlossplatz 11 70173 Stuttgart 

 

 

www.schlichtenmaier.de

 

 

XIANWEI ZHU „all the world is green“

19.März 2021 bis 25.April 2021

https://krefelder-kunstverein.de/termine/xianwei-zhu/

kunst-raum schulte-goltz-noelte, Essen

https://www.kunst-raum.net/xianwei-zhu/

 

XIANWEI ZHU

Inner landscapes 

Verlängerung der Einzelausstellung bis 16. Juni 2020

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Galerie Schlichtenmaier, Stuttgart

https://www.schlichtenmaier.de/logicio/pmws/indexDOM.php?client_id=schlichtenmaier&page_id=online&online_id=131

Künstlerpaare

02. April – 27. Juni 2020

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Presse

Kunstzeitung Mai/Juni 2020, Nr. 285 

http://lindinger-schmid.de/wp-content/uploads/2020/06/KUNSTZEITUNG-2020_05_06.pdf 

Zwischen Mut und Übermut
Xianwei Zhu: Ein Wanderer zwischen den Welten 

„Chinesen trinken immer Tee“, sagt Xianwei Zhu. Kaum hat man seine Küche im Stuttgarter Atelierhaus be- treten, hält man schon eine winzige Schale in der Hand. „Kleine Schalen, das ist nicht so praktisch, aber hat viel mehr Geschmack.“ Gleich neben dem Maltisch steht ein trockener Stamm mit vielen Ästen, an die er seine Pinsel hängt: „Das ist mein Baum“. 

 

Im Studium lernte er einen Wanderkünstler kennen. „Der schrieb mir dann in einem Brief: ‚Ich lebe allein auf einem Dorf wie ein Baum.‘ Dieser Satz war sehr stark für mich, das hat mich schockiert.“ Allein wie ein Baum? Xianwei sagt, in China lebt man nie
allein:„Man ist immer mit vielen Menschen zusammen. Man spricht die ganze Zeit. 

“ Deutschland bedeutet für ihn „allein arbeiten“, und auch dafür steht der Baum in seinem Atelier. Auf einem Tisch liegen Bücher, das „ Tao De Ting“ von Laotse, Gedichte von Hölderlin. Die Natur ist das, was Xianwei ein Gefühl von Heimat gibt, denn fremd fühlt er sich hier nach 20 Jahren immer noch.

 

Er studierte an der größten Kunsthochschule Chinas in Hangzhou und lehrte an der Universität von Qingdao, wo er 1971 auch geboren wurde. Xian- weis Dozentenstelle an der Universität war gut bezahlt, doch Kunstgeschichte nach Karl Marx und die straße
Hochschulhierarchie störten ihn so sehr, dass er den Posten nach vier Jahren kündigte („mutig, übermütig!“) und ins unbekannte Deutschland zog. Den Neustart machte er 2001 an der Kunstakademie Stuttgart. Er lebte im Souterrain, arbeitete als Spüler, als Gärtner, in der Fabrik und musste als ausländischer Student in drei Monaten das Geld fürs ganze Jahr verdienen. 2005 bekam er mit Glück das städtische Atelier, und seitdem geht es für ihn bergauf. Vertreten wird er heute unter anderem durch die Galerie Schlichtenmaier (Stuttgart / Dätzingen) und die Galerie Schrade (Schloss Mochental / Karlsruhe). 

Als Xianwei Zhu 2018 den Joseph- Spiegler-Preis erhielt, malte er drei Monate in einem o enen Atelier unter freiem Himmel und zog durchs Donautal, wo monumentale Plein-air- Tuschemalerei entstand. Orientiert am Taoismus, hat Xianwei Zhu bis heute ein zentrales Motiv: die Land- scha . „In China gibt es einen großen Markt. Deshalb sind viele chinesische Künstler, die in Deutschland waren, zurückgegangen, oder sie pendeln.“ Er hingegen zählt zu denen, die zwischen den Welten wandern. „Die chinesische Tradition hält mich am Boden, die deutsche verleiht mir Flügel.“ 

 

Susanne Kaufmann

Xianwei Zhu Galerie Schlichtenmaier .pdf